Bezahlbarer Wohnraum in Münster!?

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Die eigene Wohnung ist für viele der erste Schritt in die Unabhängigkeit. Sie ist Dreh- und Angelpunkt eines neuen Lebens, bietet Raum für Selbstverwirklichung und lang ersehnte Freiheiten, die imheimischen Elternhaus undenkbar Mietenwahnsinnkeremgewesen wären.

Für viele ist jedoch schon die Suche nach der  neuen Wohnung eine Qual. Endlose WG-Castings mit 20 Mitbewerbern, hohe Mieten  und anstrengende Übergangslösungen sind in Städten wie Münster Alltag. Am Ende müssen sich viele mit einem schlechten Kompromiss zufriedengeben. Gedrängt in einen Randbezirk, eine zu teure oder sanierungsbedürftige Wohnung. So werden jungen Menschen, die sowieso mit wenig auskommen müssen, unnötig Steine in den Weg gelegt.

Dabei ist es nicht so, dass nicht genügend Wohnraum für alle da wäre, er ist nur -wie so oft- schlecht verteilt. In der Innenstadt und zunehmend auch in den Außenbezirken werden Wohnungen nur noch luxussaniert, an bezahlbaren Wohnraum wird kaum noch gedacht, denn mit Sozial- oder Studentenwohnungen lässt sich kaum Profit machen. Während es 1985 in Münster noch fast 20.000 Sozialwohnungen gab, sind diese aktuell auf nur noch etwa 7.000 Wohnungen zurück gegangen, da nicht nur private Investoren, sondern auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft nur auf die Rendite schielen.

Die Folgen sind gesellschaftsschädigend. Familien mit weniger Einkommen, Rentner oder Studenten werden aus der Stadt gedrängt, obwohl gerade sie kaum das Geld dafür übrig haben die größeren Entfernungen zu bewältigen. Statt einer gesunden sozialen Durchmischung bilden sich arme und reiche Viertel, von denen die ersteren immer mehr vernachlässigt werden und sich in soziale Brennpunkte verwandeln. Doch so wollen und so müssen wir nicht leben. Deutschlands Reichtum muss dafür genutzt werden, Jugendlichen einen guten Start ins neue Leben zu ermöglichen. Wir wollen nichts geschenkt haben, sondern etwas leisten im Leben. Dafür brauchen wir gleiche Chancen und Rechte, sowie vernünftige Lebensbedingungen. Wir brauchen gute, bezahlbare Wohnungen für jung und alt, arm und reich.

Die derzeitige Tendenz geht in die entgegengesetzte Richtung, doch die Politik kann daran etwas ändern! Das Wohnungsbauunternehmen der Stadt kann dazu benutzt werden günstigen Wohnraum zu schaffen, die Stadt kann verfügen, dass jeder Bebauungsplan einen gewissen Anteil an sozialen Wohnungen aufweist, eine Mietpreisbremse könnte dem schlimmsten Wucher Einhalt gebieten.

Die Politik wird das nicht freiwillig machen. Gemeinsam müssen wir aktiv werden, um unsere Lebendbedingungen zu verbessern. Mit einer starken Jugendbewegung und breiten Bündnissen kann die Jugend eine Macht darstellen. Es gilt also die demokratischen Kräfte vor Ort zu stärken, sich in Wohnungsbündnissen und Interessensvertretungen zu organisieren und gemeinsam ein schöneres Münster zu erkämpfen.

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