Bundeswehr an Schulen!?

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Friedensblock

Das Schulministerium hat im Jahr 2012 ihre Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr erneuert. Dadurch erhält die Bundeswehr erleichterten Zugang in den Klassenraum um SchülerInnen für den „Dienst mit der Waffe“ zu gewinnen,  vom militärischen Gedankengut zu überzeugen und nutzt dabei die wachsende Perspektivlosigkeit der Jugend aus.
Im Sommer 2011 wurde die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt und die Bundeswehr muss um Nachwuchs werben, welcher sich potenziell in unseren Klassenräumen befindet. Und dieser wird dringend gebraucht! Zwar soll im Zuge der neuen Bundeswehr-Reform die

Zahl der Soldaten sinken, aber die Zahl derer die sich in Auslandseinsätzen befinden erhöht werden, wofür junge, leistungsfähige Rekruten benötigt werden. Bei den Werbeeinsätzen an den Schulen geht es jedoch nicht nur um die Nachwuchswerbung. Auslandseinsätze und Militärinterventionen  finden in der Bevölkerung immer weniger Zustimmung. Daher sollen Militäreinsätze schon früh als normales Mittel der Politik etabliert werden.

Immer mehr Jugendliche sind von Ausbildungsmangel, Leiharbeit und Hartz IV betroffen. Im Gegensatz dazu verspricht die Bundeswehr gute Bezahlung und einen sicheren Arbeitsplatz und versucht diejenigen an sich zu ziehen, die von der wachsenden Perspektivlosigkeit betroffen sind. Doch dass man bei der Bundeswehr unter dem Einsatz seines eigenes Lebens in Kriegseinsätze geschickt wird und auf Kommando tötet muss, wird bei den beschönten Werbeauftritten komplett außer Acht gelassen.

Hierbei wird nicht nur die Neutralität der Schulen verletzt, da die unmittelbare Regierungspolitik beworben wird, sondern auch der Bildungsvertrag zur Friedenserziehung laut Landesverfassung und Grundgesetz.  Das Schulgesetz NRW schreibt vor, dass Schule zur Friedensgesinnung erziehen soll, wofür die ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer am besten geeignet sind. Jeder Jugendliche hat ein Recht auf eine Zukunft ohne Krieg und auf ein gemeinsames Leben im Frieden! Deswegen hat die Bundeswehr nichts in Bildungseinrichtungen, auf Jobmessen und in Arbeitsämtern zu suchen!

Es gibt verschiedene Handlungsmöglichkeiten, wie ihr gegen einen Besuch der  Bundeswehr an eurer Schule vorgehen könnt. Neben Demonstrationen, Aufklärungsarbeit von friedens-, antimilitaristischen Gruppen über die Hintergründe der Bundeswehr-Werbung, oder die Möglichkeit VertreterInnen aus der Friedensbewegung einzuladen, ist die effektivste Lösung per Schulkonferenzbeschluss festzulegen, dass die Bundeswehr an eurer Schule nicht mehr eingeladen werden darf.

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