Gewerkschaftliche Hochschulgruppe an der WWU nimmt Arbeit wieder auf.

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Am vergangenen Mittwoch fand eines der ersten Treffen der sich neu formierenden Gewerkschaftlichen Hochschulgruppe (GHG) statt. Die GHG, welche bereits von 2005-2010 in Münster aktiv war, besteht aus gewerkschaftlich interessierten Studenten und versucht sowohl traditionell gewerkschaftlichen Themen wie den Rechten und Arbeitsbedingungen von studentischen Hilfskräften und Angestellten, als auch allgemein bildungspolitischen Forderungen eine organisatorische Basis zu ihrer Durchsetzung zu geben.

UnistickerWas diese Themen konkret umfassen könnten war, neben Organisatorischem, der Hauptinhalt des Treffens.

Die Situation der Arbeitenden an der Universität wird dabei eine große Rolle einnehmen. So müssen studentische Hilfskräfte oftmals viele unbezahlte Überstunden leisten oder Tätigkeiten übernehmen, für die ihnen laut Tarifverträgen eine höhere Bezahlung zustünde. Dienstleistungen, wie Reinigung, werden an private Firmen ausgelagert, sodass die dort Angestellten leicht zu kündigen und mit einem Hungerlohn abzuspeisen sind. Neben einer angemessenen Entlohnung und tariflichen Standards müssen vor allem die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Des Weiteren geht es im allgemein-bildungspolitischen Rahmen darum, den Einfluss der Konzerne auf die Universität zurückzudrängen und Instanzen demokratischer Kontrolle zu verteidigen oder zurück zu erkämpfen. Die Unabhängigkeit der Hochschule wird massiv beeinträchtigt, wenn Fakultäten sich für Gelder prostituieren müssen und sich statt freier und allgemeinnütziger Forschung den Anforderungen der großen Banken und Konzerne beugen müssen. Bereits jetzt macht die Drittmittelfinanzierung einen immer größer werdenden Teil der Budgets aus. Dass das Studium unter diesem Zwang zur Arbeitsmarktkonformität leidet, ist spätestens seit den Bologna-Reformen und der fortschreitenden Verkürzung und Verschulung dem Großteil der Studierenden offenbar geworden. Es gilt also, diese negativen Entwicklungen zu stoppen und Schritte in Richtung demokratischer Hochschule zu unternehmen.

Die gewerkschaftliche Hochschulgruppe bietet für all diese Kämpfe eine geeignete, weil breite und demokratisch-fortschrittliche Basis. In ihr kommen nicht nur Aktive verschiedener bereits bestehender politscher Hochschulgruppen zusammen, sondern auch Studierende, die sich nicht für eine der etablierten Parteien entscheiden können oder wollen. Im Interesse der Einheit der fortschrittlichen Kräfte, auch an der Hochschule, stehen wir von Unite voll und ganz hinter diesem Projekt. Gemeinsam können wir das Studium in Münster besser machen!

Beim nächsten Treffen werden wir uns genauer mit dem Thema Drittmittelfinanzierung beschäftigen. Ein Termin steht jedoch noch nicht fest und soll über eine Doodle-Umfrage gefunden werden. Wer Interesse hat an der GHG mitzuarbeiten oder einfach nur in unseren Verteiler aufgenommen zu werden, wendet sich am besten an Münsters DGB-Jugendreferenten, Niko Köbbe: niko.koebbe@dgb.de

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