Gemeinsam stärker – Bericht vom ersten Jugendvernetzungstreffen Münster.

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Am Donnerstag kamen rund 30 politiscjugendvernetzungdiscoh aktive Jugendliche im Paul-Gerhardt-Haus in Münster zusammen, um sich über gemeinsame politische Projekte sowie eine stärkere Vernetzung untereinander zu beraten. Gemeinsam mit der DGB-Jugend haben wir von Unite! zu diesem Jugendvernetzungstreffen eingeladen, um unserem Namen gerecht zu werden und auf die Einheit der fortschrittlichen Kräfte der Jugend innerhalb Münsters hinzuwirken. Neben der DGB-Jugend und Unite! waren auch Vertreter vom Asta, Greenpeace, Openglobe, SDS, Jusos, Falken, Hans-Böckler-Stiftung, der katholischen Hochschule Münster, dem Eine-Welt-Netz NRW, dem Landesjugendring, dem Bürgerradio und den Bezirksschülervertretungen aus Münster und Steinfurt zusammen.

Dieses erste Treffen diente dabei zunächst einmal zum kennenlernen und zum Aufbau der ersten organisatorischen Vernetzung. Dabei stellten zunächst die einzelnen Gruppen sich und ihre politische Arbeit vor und diskutierten im Anschluss über Gemeinsamkeiten bei politischen Vorstellungen und Forderungen. Konkret ins Auge genommen  wurden u.a. die Verbesserung der 1. Mai-Veranstaltungen mit stärker Beteiligung der Jugend und Aktionen rund um die Kommunalwahl – des Weiteren gab es viele Übereinstimmungen in den Bereichen Arbeit, Bildung und öffentlicher Nahverkerh – sowie ein gemeinsames Interesse an mehr Gleichberechtigung in allen Bereichen der Gesellschaft.

Insgesamt war das Treffen natürlich noch ein sehr kleiner Schritt und in seinem Ergebnissen recht unkonkret, doch kann es einen Grundstein gelegt haben, die weitere Vernetzung der politischen Jugend Münsters zu erreichen und wir sind sehr zufrieden, dass wir so viele verschiedene Organisationen zusammenbringen konnten.

Einheit ist ein wesentlicher Grundstein für unser Unite-Konzept und auch gerade jetzt besonders wichtig. Die politischen Bewegungen des vergangenen Jahrhunderts wie die Friedensbewegung sind abgeklungen, die Zivilgesellschaft liegt am Boden und die Monopole befinden sich in einer großen Offensive gegen unsere demokratischen und sozialen Rechte und Errungenschaften.

Die Schuldenkrise wird auf die Ärmsten abgewälzt, die Sozialversicherungssysteme verschlechtern sich, die Rente wird von Tag zu Tag unsicherer und Krieg und Ausbeutung nehmen immer mehr zu.

Die fortschrittlichen Kräfte schaffen es nicht eine glaubwürdige Perspektive zu vermitteln und rechte Demagogen gewinnen ein Einfluss. Statt der Krise mit Solidarität zu begegnen wird Menschenhass wieder aufbereitet. Als Jugendorganisationen müssen wir uns dem traurigen Fakt stellen, dass die NPD die jüngste Partei ist und auch direkt hier in Münster faschistische Bewegungen, wie die „Identitären“, an Einfluss gewinnen.

Der gesellschaftliche hängt dem technischem Fortschritt weit hinterher. Wir wollen auf Grundlage der immer größerwerdenden Produktivität eine Gesellschaft schaffen, die Platz für alle hat und den unglaublichen Reichtum dieses Landes in das Gemeinwohl investiert. Wir wollen unsere Träume und Hoffnungen endlich in die Tat umsetzen. Das geht nur gemeinsam und dafür brauchen wir die Einheit.Untitled

Wir sehen die verschiedenen Jugendorganisationen nicht als Konkurrenten, weil wir gemeinsame Ziele haben und weil es noch massig ungenutztes Potential in der Jugend gibt, von dem wir alle profitieren können. Wir wollen Jugendlichen eine Perspektive bieten, wir wollen vereint auftreten und zeigen, wie viel Kraft in der vereinten Jugend steckt. Wir haben gemeinsame Interessen und auch gemeinsame Feinde. Jeder von uns hat auf die eine oder andere Weise realisiert, dass vor allem die großen Banken und Konzerne, die Monopole, unseren Interessen im Weg stehen und eine Kraft darstellen, die einer Gegenmacht bedarf.

Wir haben gemeinsame Ideale: Wir wollen die Welt verbessern, wir wollen Solidarität und Freundschaft gegen Hass und Konkurrenz setzen, wir wollen eine gesunde Umwelt, in der eine Zukunft möglich ist – wir wollen, dass Frieden herrscht und die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigt wird.

„Es kommt darauf an, dass wir das Gemeinsame in den Vordergrund stellen, damit wir mehr werden, damit SVen, Gewerkschaften, damit die Demokratie stärker wird, damit wir Hoffnung schaffen und damit sich am Ende der Fortschritt durchsetzt. Es braucht breite Bündnisse, mehr Organisation und Aktionen vieler Jugendlicher. Gemeinsam können wir ein gutes Leben für unsere Generation durchsetzen. Es ist eine Richtungsentscheidung: für die Macht und die Profite der Banken und Konzerne oder für die Rechte der arbeitenden und lernenden Jugend. Wir wollen, dass es in die richtige Richtung geht. Wir sagen: Gemeinsam sind wir unaufhaltsam!“ ~ Unite-Aufruf

In diesem Sinne freuen wir uns auf das nächste Treffen im Februar – ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben – und hoffen, dass ebenso viele, im besten Falle: noch mehr, Organisationen daran teilnehmen werden.

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