Keine Rendite mit der Miete!

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Am Samstag sind etwa 300 Demonstranten im Zentrum Münsters zusammen gekommen um gegen immer höhere Mieten zu demonstrieren. Sie alle vereinte die Wut über die derzeitige Wohnpolitik der Stadt Münster.mietendemonovember2013

Gerade für Jugendliche, die endlich von zuhause ausziehen und ein eigenes Leben starten wollen, aber auch für Rentner und andere einkommensschache Schichten sind die meisten Wohnungen in der Innenstadt von Münster unerschwinglich. Dabei sind die Entfernungen von den Außenbezirken gerade für sie  am problematischsten. Doch nicht nur Geringverdiener, sondern zunehmend auch für den Durchschnittsverdiener wird das Wohnen in Münster zum nicht bezahlbaren Luxusgut; so werden mehr und mehr an Münster gebundene Bürger aus der Stadt gedrängt. Dazu kommt dann für die außerhalb Wohnenden die Problematik der schlechten Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel hinzu.

Demos wie letzten Samstag, die vielen Anzeigen in der lokalen Presse, die unzähligen Wohnungsbündnisse und die Erfahrungen vieler Menschen im unmittelbaren Bekanntenkreis zeigen: mit der unkontrollierten Mietpreisexplosion muss endlich Schluss gemacht werden!  Wir fordern eine Politik, welche nicht allein nach den Interessen der Immobilienbesitzer handelt und dafür sorgt, dass statt profitabler Luxussanierungen, mehr sozialer Wohnraum geschaffen wird. Desweiteren brauchen wir dringend eine Mietpreisbremse, um die Zurückdrängung der ärmeren Schichten aus dem Zentrum zu verhindern und die Haushalte allgemein zu entlasten.

Die Entscheidungen, welche alle betreffen, sollten nicht nach den Bedürfnissen einiger weniger, sondern im Interesse der Mehrheit getroffen werden. Dafür bedarf es eines Mitspracherechts der von den Umstrukturierungen betroffenen Personen!

Anstatt die Mietpreisproblematik ernstzunehmen, äußert sich der Oberbürgermeister Münsters zu dem Thema mit Aussagen wie „Hohe Mieten und hohe Immobilienpreise sind die Folgen einer erfolgreichen Politik.“ und steht damit für eine undemokratische und den Interessen der Azubis, Studenten und Abiturienten hier in Münster vollkommen entgegenstehende Politik. Das darf so nicht weitergehen!

Für eine humane Wohnraumpolitik dürfen die Wohnungen nicht länger als Ware gehandelt werden, sondern müssen – im Besitz der öffentlichen Hand – Allen nützlich sein. Zwangsräumungen von Wohnungen derer, die sich aufgrund der steigenden Mietpreise, diese nicht mehr leisten können sind zum Alltag geworden, und müssen schnellstmöglich Geschichte werden – denn: Wohnen ist ein Menschenrecht!

Wir sind als Unite Münster erfreut über eine so aktive Demo, wie sie am kalten, vergangenen Samstag stattfand, hoffen aber ebenso, dass in Zukunft noch mehr Münsteraner für eine gerechtere Wohnungspolitik auf die Straße gehen. Unite wird sich dafür weiterhin im „Mietenwahnsinn stoppen!„-, sowie dem „BIWO„-Bündnis engagieren.

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